KPI‑Spickzettel für Gründer in der Frühphase

Willkommen zu einer praxisnahen Sammlung von KPI‑Spickzetteln für Gründerinnen und Gründer in der Frühphase. Hier bekommst du kompakte Definitionen, schnelle Formeln, realistische Richtwerte und kurze Geschichten aus echten Teams, damit du schneller priorisierst, klüger experimentierst und investorenreif berichtest. Drucke die Übersichten aus, pinne sie ans Whiteboard und teile deine Fragen oder Erfahrungen in den Kommentaren, damit andere Lernpfade und vermeidbare Fehler sichtbar werden.

Schlanker Fokus statt Kennzahlen‑Wirrwarr

Wir sammeln nicht alles, wir entscheiden bewusst. Schreibe eine North‑Star‑Kennzahl auf, ergänze maximal vier unterstützende Messpunkte und notiere explizit, was du vorerst NICHT trackst. So schützt du Energie, senkst Tool‑Lärm und verbesserst die Signal‑zu‑Rauschen‑Quote in Gesprächen mit Team und Unterstützern.

Ziele, die Entscheidungen lenken

Formuliere Ziele als beobachtbares Verhalten der Nutzer und als Zahl mit Zeitfenster, zum Beispiel Aktivierungsquote innerhalb von sieben Tagen. Verknüpfe jedes Ziel mit einer konkreten Entscheidung, etwa Budgetverteilung oder Roadmap‑Reihenfolge, damit Fortschritt automatisch nächste Schritte auslöst und Blockaden sichtbar werden.

Mini‑Glossar für den schnellen Start

Halte Definitionen messscharf: CAC inklusive aller variablen Akquise‑Kosten, LTV mit Bruttomarge, Churn als verlorene Kunden oder Umsatz je Periode. Schreibe Beispiele aus deinem Funnel dazu, damit neue Teammitglieder schneller andocken und Investorenfragen ohne Scrollen beantwortet werden können.

AARRR kompakt: vom ersten Klick zur treuen Nutzung

Mit einem Blick durchläufst du den AARRR‑Pfad vom ersten Kontakt bis zur wiederkehrenden Nutzung. Jede Stufe bietet kurze Rechenwege, häufige Engpässe und pragmatische Experimente, die frühe Signale liefern. Erkenne, ob der Trichter oben undicht ist oder die Aktivierung klemmt, bevor du mehr Budget verbrennst. Teile deine Kennzahlen, wir spiegeln Vergleichswerte und sammeln kreative Tests aus der Community.

Akquise auf einen Blick

Notiere die drei stärksten Quellen mit Kosten pro qualifiziertem Besucher statt Klickpreis. Lege eine einfache Attribution fest, zum Beispiel Last‑Touch während der Frühphase, und beobachte die wöchentliche Veränderung. Kleine Uplifts bei Conversion multiplizieren sich stark, wenn du Kanäle konsequent bereinigst und Lernschleifen schnell schließt.

Aktivierung, der Aha‑Moment

Beschreibe das erste messbare Nutzererlebnis, nach dem die Wiederkehr drastisch steigt, und definiere die Schwelle präzise. Miss die Zeit bis dahin, teste Onboarding‑Reihenfolgen und nutze Checklisten. Kürzere Wege erzeugen Vertrauen, senken Supportaufwand und erhöhen die Bereitschaft, früh Funktionen auszuprobieren oder zu bezahlen.

Bindung und Wiederkehr

Messe Kohorten wöchentlich, nicht nur Monatsmittel. Beobachte DAU/MAU‑Verhältnis, Feature‑Adoption und leise Abwanderungen wie sinkende Sitzungsdauer. Kleine Produkt‑Rituale, Erinnerungen oder Community‑Signale bewirken oft mehr als Preisnachlässe. Bitte Leserinnen und Leser, ihre besten Retention‑Hebel zu teilen, wir kuratieren ein wachsendes Nachschlagewerk.

Umsatz, Kosten, Runway: die finanzielle Nulllinie halten

Geld geht schneller aus als geplant. Diese Übersicht zeigt, wie du Einnahmen, Kosten und Reichweite des Cashbestands nüchtern erfässt und Szenarien durchspielst. Mit sauberer Bruttomarge, Burn‑Aufschlüsselung und Runway‑Rechner erkennst du, ob Effizienz steigt, bevor du neue Initiativen startest. Eine kurze Gründergeschichte pro Abschnitt illustriert, wie kleine Korrekturen Monate gewonnen haben.

MRR, ARR und Quick Ratio ohne Rätsel

Halte MRR in neue, Expansion, Reaktivierung und Churn getrennt. Rechne die Quick Ratio als (Neues+Expansion+Reaktivierung)/Churn und beobachte den Trend, nicht nur den letzten Monat. Notiere Ursachen neben Zahlen, damit Investoren den Zusammenhang zwischen Maßnahmen und Effekten ohne Nachfragen erkennen.

Burn verstehen und steuern

Trenne fixen und variablen Burn, dokumentiere Einmaleffekte und verbinde Kostenblöcke mit konkreten Hypothesen. So wird aus einem Betrag eine Entscheidungsvorlage. Ergänze einen einfachen Effizienz‑Indikator, zum Beispiel Neukunden pro zusätzlich investiertem Tausender, um Wirkung sichtbar zu machen und Kürzungen gezielt statt pauschal vorzunehmen.

Unit Economics, die Skalierung tragen

Experimente, Kohorten, Kausalität: sauber testen, sauber lernen

Fortschritt entsteht, wenn Annahmen kollidieren und die bessere überlebt. Diese Übersicht zeigt, wie du Hypothesen präzise formulierst, saubere Tests planst, Kohorten auswertest und Scheinzusammenhänge aussortierst. Mit Beispielen aus echten Experimenten lernst du, wie kleine Probenmärkte, Wartelisten oder Feature‑Flags große Unsicherheiten billig klären und Teams mutiger machen.

Experiment‑Canvas für schnelle Sprints

Fixiere Zielmetrik, Mindest‑Effektgröße und Stoppkriterium vor dem Start. Wähle den kleinstmöglichen Test, der Erkenntnis bringt, und dokumentiere unerwartete Nebeneffekte. Teile Ergebnisse offen, auch negative, denn geteiltes Lernen spart allen Zeit und schützt vor Wiederholungen, die nur scheinbar Risiko reduzieren.

Kohorten als Gedächtnis der Nutzung

Segmentiere nach Startwoche, Kanal oder Produktversion und betrachte Verläufe statt Mittelwerte. Hinterlege Anlässe direkt im Chart, damit Wendepunkte erklärt sind. Bitte Leserinnen und Leser, ihre Lieblingsvisualisierung zu zeigen; wir erweitern das Toolkit gemeinsam und dokumentieren, wann welche Sicht besonders nützlich war.

Monatsupdate und Pitch: Zahlen, die Vertrauen bauen

Regelmäßige, klare Updates schaffen Vertrauen und sparen Rückfragen. Diese Sammlung hilft dir, Monatsmails, Board‑Decks und Ad‑hoc‑Berichte so zu strukturieren, dass Fortschritt, Risiken und Bedarf sofort sichtbar sind. Mit Takt, Vergleichswerten und ehrlichen Lernpunkten wirkst du souverän, ohne Hochglanz. Lass uns deine Vorlage prüfen, wir liefern konstruktives, präzises Feedback.
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